Mike Pandels kleiner Videokurs

10 Punkte, die Sie grundsätzlich beim Arbeiten
mit einer Kamera beachten sollten!

  1. Nach Möglichkeit immer mit einem Stativ (Dreibein) arbeiten, um verwackelte Bilder zu vermeiden. In manchen Situationen ist es sehr schwierig, ein Stativ mit zu führen, hier sollten sie auf ein Einbeinstativ zurückgreifen oder beim Filmen eine Möglichkeit suchen, um Ihre Kamera abzustützen (z.B. auf einem Zaun, Fels etc.). 
     
  2. Stellen Sie Ihre Kamera gerade auf. Achten Sie im Sucher auf den Horizont bzw. suchen Sie Beziehungspunkte (z.B. Türrahmen, Haus etc. ).
     
  3. Setzen Sie die Zoom Funktion Ihrer Kamera sparsam ein. Übertriebenes, zu häufiges Zoomen, lässt einen Film schnell unruhig wirken. Führen Sie diese Funktion ruhig und langsam durch. Filmen Sie das Motiv mit mehreren Einstellungen. Achten Sie darauf, mit stehenden Bildern zu beginnen und zu enden. Benutzen Sie beim Schneiden Ihre Zooms nur in eine Richtung (nicht vor und zurück).
     
  4. Setzen Sie Großaufnahmen / Nahaufnahmen ein. Diese machen Ihr Motiv erst interessant. Drehen Sie dann die Halbtotale und anschließend die Totale.
     
  5. Schwenken Sie Ihre Kamera nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam. Achten Sie darauf, mit stehenden Bildern zu beginnen und zu enden. Benutzen Sie beim Schnitt Ihre Schwenks nur in eine Richtung (nicht hin und her) und arbeiten Sie im Weitwinkel. Schwenken Sie nicht über 180° Grad hinaus.
     
  6. Filmen - nicht Fotografieren. Arbeiten Sie mit Motiven die sich bewegen, keine Stilleben abfilmen. Das Aufnehmen von Motiven, die sich schnell bewegen, erfordert etwas Übung - fangen Sie mit langsamen Objekten an.
     
  7. Der Autofokus (Automatische Scharfeinstellung) arbeitet nicht immer perfekt. Bei unruhigen Szenen stellen Sie die Schärfe besser manuell ein.
     
  8. Sie sollten bei jeder Aufnahme ca. 10 sec. Vor- und Nachlauf mitfilmen. Ein Videobild ist erst nach ca. 8 sec. störungsfrei aufgebaut, darüber hinaus läuft das Videoband beim Abschalten der Kamera um ca. 8–10 sec. (je nach Typ) zurück. Um sicher zu gehen probieren Sie dies mit Ihrer Kamera aus.
     
  9. Kaufen Sie qualitativ hochwertige Bänder. Beim Arbeiten mit günstigen Kassetten sparen Sie am falschen Ende, das  Risiko von Schlieren und Dropouts ist weitaus höher. Benutzen Sie ein Band nicht mehrmals (Überspielen). Je länger ein Videoband, desto dünner (schlechter) ist die Bandqualität. 
     
  10. Beachten Sie die Toneinstellung (Aussteuerung). Um Ihren Live- bzw. O-Ton beim Schnitt zu benutzen, sollten Sie auf die richtige Einstellung während der Dreharbeiten achten. Die besten Tonergebnisse erreichen Sie mit einem externen Mikrofon und wenn Sie dies so nah wie möglich an die Schallquelle halten ( freilich ohne das Mikrofon mitzufilmen).